Die Montagequalität des Getriebes beeinflusst den späteren Betriebszustand unmittelbar. Fehlausrichtung oder unzureichende Schmierung können kurzfristig zu Fremdgeräuschen, Überhitzung oder sogar Schäden führen. Dieser Artikel stellt die wesentlichen Schritte von Montage und Inbetriebnahme vor.

1. Prüfungen vor der Montage
– Typ, Übersetzung und Einbauart mit der Auslegung abgleichen
– Transportschäden und lose Befestigung prüfen
– Freigängigkeit von An- und Abtriebswelle prüfen
– Ölfüllung prüfen (Auslieferung ggf. ohne Öl)
2. Ausrichtung
Bei Kupplungsverbindung zu Motor und Last muss die Wellenfluchtung stimmen. Zu große Abweichung führt zu Kupplungsverschleiß, Lagerschäden und erhöhter Vibration.
Vorgehen:
1. Getriebe fixieren, Motor grob positionieren.
2. Radial- und Planabweichung mit Messuhr oder Laser messen.
3. Motor unterlegen bis Toleranz.
4. Schrauben anziehen und nachprüfen.

3. Schmieranforderungen
Ölqualität laut Handbuch wählen. Meist läuft die Schnecke im Ölbad; der Spiegel soll die Zahnhöhe bedecken. Erster Ölwechsel nach 300 h, danach alle 3000–5000 h.
Hinweis: Keine Sorten mischen und nicht überfüllen — sonst Wärme und Leckage.
4. Probelauf
Nach Montage 1–2 h im Leerlauf und prüfen:
– Gleichmäßiges Geräusch ohne Anomalie
– Gehäusetemperaturanstieg (i. d. R. ≤ 40 °C)
– Keine Ölleckage
– Vibration im zulässigen Bereich
Danach schrittweise belasten und beobachten. Bei Auffälligkeit sofort abstellen.
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